Venus-Statue als Symbol für Mitarbeiterfotos

Ein Bild sagt mehr… manchmal auch nicht

Mitarbeiter transportieren die Werte einer Marke genauso wie ein Produkt oder der damit verbundene Service. Und dennoch, kein Gebiet wird so sehr vernachlässigt wie das Aushängeschild des Unternehmens. Nicht erst seit der Erfindung der Digitalkamera scheinen die Verantwortlichen hier ein großartiges Einsparpotential entdeckt zu haben. Menschen werden vor den buntesten Hintergründen abgelichtet. Absurde Qualität verwandelt Publikationen in Gruselkabinette. Vermeintlich professionelle Auftritte gleichen eher Schnappschüssen für ein privates Fotoalbum oder Handyfotos aus der Pre-iPhone-Ära.

Wieso würde man Millionen für Messen, Broschüren und Anzeigen ausgeben und dann genau an diesem so greifbaren Ende sparen?

Das tun natürlich nicht alle. Es gibt sehr viele Beispiele dafür, dass integriertes Marketing auch die Abbilder der Unternehmensvertreter einschließt. Insgesamt zeigt sich eine vielfältige Ausprägung der Herangehensweise. Wir beschränken uns auf einige interessante Beispiele.

 

Schöne Inkonsistenz:

Einzelne Aufnahmen sind durchaus fachmännisch. Nebeneinander gelegt wirken sie wie Begegnungen aus fremden Welten.

Warum kann man sich nicht zumindest auf der Management-Seite eines großen Konzerns für Farbe oder Schwarz-Weiß entscheiden? Vielleicht, um die unterschiedlichen Marken, die unter einem Dach zu finden sind, zu betonen?

 

Unfertige Mühe:

Professionelle Aufnahme ohne letzten Schliff. Der Fotograf wählt unterschiedliche Bildausschnitte und lässt das Gesamtbild unruhig wirken. Schade eigentlich. Die Welt bräuchte mehr Geschick und ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen leidenschaftlicher Berufsausübung und gleichgültiger Lieferung.

 

Geheimnisvoller Schleier:

Warum überhaupt Transparenz? Die Unschärfe, hinter der sich ein Mensch verbirgt, weckt Neugierde. Aber doch bitte nicht wenn es um eine unserer Lieblingsmarken geht. Bilder in der angemessenen Größe und Auflösung zu liefern scheint auch für die Erfolgreichen eine mächtige Herausforderung zu sein.

 

Expressives Auftreten:

Wenn künstlerischer Ausdruck einer Persönlichkeit und das Unternehmen, das vertreten werden soll, irgendwie auf den ersten Blick nicht zusammen passen, dann mag das Absicht sein, doch der Empfänger der Nachricht spürt eine unerklärliche Dissonanz.

 

Manche Menschen werden von dem Fototermin überrascht, andere haben keine Zeit sich auf ihn vorzubereiten, noch andere verfügen diesbezüglich über keinerlei Ressourcen oder Ziel. Vielleicht übertreiben wir hier ein wenig die Ausdehnung der Professionalität. Aber: Der Teufel ist nun mal ein Eichhörnchen und mittelmäßig ist für „no goldfish“ kein Maßstab. Ernsthaft integriertes Marketing ist doch gar nicht so schwer. Man muss es nur wollen.

 

Nachtrag, 05. Februar 2015:
Die Beispiele für „Unfertige Mühe“ und „Expressives Auftreten“ sind in der Zwischenzeit leider gelöscht worden. Wenn Sie also etwas Entsprechendes finden, schreiben Sie uns doch bitte.

Ein Gedanke zu „Ein Bild sagt mehr… manchmal auch nicht“

  1. Die Lieblingsmarke.
    Ich weiß genau, wie das abgelaufen ist: Der Programmierer der Seite hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Bildqualität nicht ausreiche, woraufhin er ebenso mehrfach hingehalten wurde, man wolle in der entsprechenden Abteilung nachfragen, um ein besseres Bild zu besorgen. Leider verging die Zeit (wie so oft) schneller als die Uhr ticken konnte und plötzlich war der Programmierer gezwungen, mit der Seite online zu gehen, lange bevor man sich in verantwortlicher Abteilung in der Lage sah, eine andere Aufnahme zu besorgen, geschweige denn, eine Neue zu machen. Vielleicht kam die Info in eben dieser Abteilung auch nie an, denn trotz all der schönen neuen Technologien, die eine Kontaktaufnahme auch möglich machen, wenn man gerade am anderen Ende der Welt oder vielleicht sogar im All unterwegs ist, war es nicht möglich, die zuständige Person zu erreichen. Ja, ich kenne das. Der Programmierer ist nämlich KEIN tragisches Einzelschicksal! 😉

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