Cartoon von Tom Fishburne

Ausflug: Tom Fishburne

Marketing ist vielfältig, kaum kontrollierbar und wird häufig missverstanden. Marketing ist wie Humor: Es lässt sich immer und mit jedem darüber streiten. Der Unterschied zwischen den beiden ist nahezu philosophisch. Während man nachweisen kann, dass in Deutschland Marketing betrieben wird, gibt es Stimmen, die die Existenz des deutschen Humors leugnen. Zum Beispiel die Briten. Wir lieben ihren Humor und im Gegenzug dafür behaupten die, wir hätten keinen. Es mag an unserer komplizierten Sprache liegen. Harte Brocken, die erst weich geklopft werden müssen. Zusammengesetzte Worte, die mehrere Zeilen füllen können. Auf Fremdsprachen basierende Neuschöpfungen, die in der Fremde keinen Sinn ergeben. Für das ungeübte Ohr klingt das wie die Zubereitung von Hackfleisch.

Es mag sein, dass wir bei Anderen etwas suchen, das sich hierzulande versteckt. Etwas, das wir uns selbst nicht zutrauen. Zu Unrecht. Jede Tageszeitung bietet einen Grund zum Lachen und unser Humor hat sich emanzipiert. Hinzu kommt, Marketing wie Humor werden durch kulturelle Unterschiede geprägt. Ein Brite wüsste kaum, diesen alten Video-Clip über virales Marketing zu schätzen. Doch das Filmchen ist nicht nur ein Beweis dafür, dass wir Humor haben, sondern dafür, dass wir ihn auch mit dem Thema Marketing verbinden können.

Marketing bietet schließlich unzählige Vorlagen für Satire. Die Branche nutzt diese Tatsache nur zu selten aus. Lachen wir denn nicht gerne über uns selbst? Ein Thema steht besonders weit hinten in der Ecke und traut sich nicht nach vorne zu kommen: Der Cartoon. Der Cartoon als solcher ist durchaus anzutreffen. Er erfreut die Leser von Durckerzeugnissen und durchstreift die Werbewelt. Doch vor dem Thema Marketing macht er Halt. Oder kennen Sie einen lustigen Marketing-Cartoon aus Deutschland? Die Situation erinnert an andere Engpässe: seriöse Zeitschriften zum Thema Marketing und deutschsprachige Marketing-Gurus. Wir überlassen Theorie und Gequassel lieber anderen Nationen. Wir erledigen lieber fleißig und diszipliniert unsere Arbeit. Gelacht wird woanders. Schade eigentlich.

Machen wir also einen Ausflug nach San Francisco. Dort gibt es einen, der Marketingsatire hervorragend beherrscht: Tom Fishburne. Tom ist ein Insider, erfahren und lebt seinen Traum: Er ist ein „Marketoonist“, einer der Unternehmen hilft, den Cartoon als Kommunikationsmittel einzusetzen. Ob Wall Street Journal oder Unilever: Die Nachfrage für diese Dienstleistung ist da. Darüber spricht Tom auch regelmäßig bei Veranstaltungen. In seinem Blog verarbeitet er Geschichten aus der Marketingwelt zu meisterhaften Cartoons.

Lehnen Sie sich zurück, packen Sie Ihre Englischkenntnisse aus und lachen Sie mal wieder. Das ist gut für den Kreislauf und hilft dabei, verloren gegangene Motivation wiederzufinden. (Angabe ohne Gewähr.)

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