Zwischen Authentizität und Political Correctness

Wieso verkaufen Burger-Restaurants vegane Versionen ihrer fleischlastigen Ware? Weil sie ohne dieses Angebot Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssten. Und zwar immer dann, wenn die Zielgruppe „Begleiter eines Fleischessers“ zur entsprechend aufgestellten Konkurrenz drängte. Nachvollziehbar, nicht wahr? Weniger verständlich erscheint der Wunsch derer, die tierische Produkte gänzlich ablehnen, etwas zu essen, das dem Geschmack nach so tut als sei es einmal ein Tier gewesen. Zwischen Authentizität und Political Correctness weiterlesen

Innehalten, um schneller ans Ziel zu gelangen (alias Marketing Audit)

Marketer sagen hin und wieder sehr merkwürdige Dinge. Finden Sie nicht auch?

„Ich habe so viel zu tun. Ich komme gar nicht dazu, kurz anzuhalten, um sicherzustellen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Was macht es schon, wenn ich plötzlich in Amerika ankomme, obwohl mein Chef mich nach Indien geschickt hat? Christoph Columbus hat es doch auch nicht geschadet.“ Innehalten, um schneller ans Ziel zu gelangen (alias Marketing Audit) weiterlesen

Echte Kundenbeziehungen: Eine Frage der Größe?

Wieso hört man eigentlich so selten etwas Positives über den Kundenservice großer Unternehmen? Und zwar nicht über prompte Lieferzeiten oder unkomplizierte Rücksendungen, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen. Wieso gehen wir so gerne in das kleine Café mit durchgesessenen Sofas, in dem die Auswahl an Getränken mit dem vielfältigen Angebot der Kaffeehaus-Ketten nicht mithalten kann? Echte Kundenbeziehungen: Eine Frage der Größe? weiterlesen

Das Ende der Einfältigkeit

Einfältige Gegenstände sind vom Aussterben bedroht. Zwar gibt es sie noch, die dummen Dinge. Aber wie lange noch?

Ein Stuhl auf dem man gemütlich sitzen kann. Eine Uhr, die uns sagt, wie spät es ist. Ein Telefon, mit dem wir Gespräche führen. Im Zeitalter der Digitalisierung scheint es keinen Platz zu geben für Produkte, die nur eine einzige Aufgabe erfüllen. Die Vorboten einer schlauen Zukunft weilen derweil unter uns. Das Ende der Einfältigkeit weiterlesen

Nomen est omen

Ein Spaziergänger hat es in Frankfurt am Main nicht immer leicht. Radfahrer rauschen an ihm vorbei wie Bowlingkugeln, die darauf aus sind, alles, was im Weg steht, mitzureißen. Autofahrer besetzen Bürgersteige am liebsten an Engstellen. Als wäre das noch nicht genug, droht man inzwischen im Main zu ertrinken. Verantwortlich dafür sind Geschäftsleute, die den Fluss bewusst ausufern lassen. Sie sitzen im Main Tower, schauen Main TV, gehen ins Maingold Café und werden im Main Hair frisiert. Nomen est omen weiterlesen

Geld kann man nie genug haben

BASF wendete 2012 7,6 Milliarden Euro für Marketing und Vertrieb auf – also 11 Prozent der operativen Kosten. Samsung investierte 2013 mehr als 14 Milliarden Dollar in verschiedene Marketingaktivitäten. Ryanair wird 2014 das Marketingbudget verdreifachen und 35 Millionen Euro für Werbung, Website-Optimierung und andere Kommunikationsinstrumente ausgeben. Während, laut Philip Kotler, im Maschinen- und Anlagenbau die Aufwendungen für Marketing Geld kann man nie genug haben weiterlesen

Ich, ich, ich

Die Großfamilie verkommt zum Fremdwort. Der alleine lebende Mensch dominiert düstere Zukunftsvisionen. Wo führt das alles hin? Wird diese gesellschaftliche Entkopplung womöglich unser kollektives Gedächtnis auslöschen? Solche Fragen beherbergen reichlich Forschungsstoff für kommende Generationen.

Heute drängt sich in diesem Zusammenhang eine themenverwandte, nicht wissenschaftliche Beobachtung auf: Der Einzelne stellt sich selbst zunehmend in den Mittelpunkt. Ich, ich, ich weiterlesen

Wohltätigkeit zur Weihnachtszeit

Bereits im September gab es im Supermarkt erste unmissverständliche Anzeichen dafür, dass es auch dieses Jahr wieder kommen wird. Das Fest der kulinarischen Exzesse und aberwitzigen Geschenkideen steht also erwartungsgemäß vor der Tür. Während es höflich noch eine Weile draußen wartet, fliegen außergewöhnlich viele Briefe durch die Briefkastenschlitze der Republik. Einige sind von Verwandten, die sich plötzlich an die Existenz möglicher Erblasser erinnern. Wohltätigkeit zur Weihnachtszeit weiterlesen

Das Flüstern im Karton

Ideen entstehen im Kopf, keimen der Legende nach in Garagen und entfalten ihr wahres Potenzial in wild eingerichteten Büros. Schritt für Schritt verwandeln sich Gedanken in erfolgreiche Unternehmen und schaffen als Nebeneffekt komplexe Strukturen. Aus einigen wenigen Kunden, die man besser kennt als seine Verwandtschaft, werden unübersichtliche Massen, deren verschwommene Gesichter Kennzahlen formen. Doch damit Chaos verhindert und der Einzelne wieder sichtbar wird, bietet das Universum einen Ausweg: Informationstechnik. Das Flüstern im Karton weiterlesen

Natur auf dem Laufsteg

Wie definiert man eigentlich den Begriff „normal“ im Zusammenhang mit einem Apfel? Klingt wie eine Fangfrage? Oder die Auswirkung von übermäßigem Apfelkonsum? Es ist vielmehr eine Anregung darüber nachzudenken, ob die Menschheit es schafft zu überleben. Denn der Apfel spielt dabei eine ernstzunehmende Nebenrolle.

„Normal“ heißt im Falle eines Apfels, dass er so beschaffen ist, wie ihn sich die Allgemeinheit vorstellt. Natur auf dem Laufsteg weiterlesen